Finde die beste Babytrage für dich und dein Baby

Hier erfährst du worauf es beim Tragen ankommt, welche unterschiedlichen Tragesysteme es gibt und du erhältst wertvolle Informationen zum bedürfnisorientierten Tragen von unserer Trageexpertin Lea.

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Kokadi Limas Tragefehler Tragetuch Tragejacke Emeibaby

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Babytrage

Von Lea Voos, Kinderkrankenschwester & Trageberaterin

Kurz und bündig

  • Eine Tragehilfe ist eine gute Alternative bzw. Ergänzung zum Kinderwagen.
  • Eine Tragehilfe ist alles, was dir beim Tragen hilft. Dazu gehört sowohl die Babytrage als auch das Tragetuch.
  • Babytrage oder Tragetuch: Tragen auf ganz unterschiedliche Weise, schnell und unkompliziert gegenüber aufwendiger aber anpassungfähiger - ganz nach deinem Geschmack.
  • Es gibt verschiedene Tragesysteme, die je nach Bedürfnis und Anforderungen gewählt werden können. Keine Sorge, unsere Tragehilfe-Expertin gibt dir im Folgenden einen umfassenden Überblick.
  • Es gibt drei Tragepositionen: Bauch, Hüfte und Rücken.
  • Eine stufenlose Verstellbarkeit des Steges und somit die Gewährleistung der Anhock-Spreiz-Haltung aka M-Position, die Unterstützung des Rundrückens bei noch nicht sitzenden Babys, aber auch die Bequemlichkeit für die Eltern, sind Punkte, auf die geachtet werden sollte.
  • ☝️ Übrigens: Kinder, die von Früh an getragen werden, schreien meist weniger, entwickeln eine bessere Bindung zu ihren Trägern und werden in ihrer mentalen und physischen Entwicklung gestärkt.6

Das Tragen in der Babytrage zählt zu den schönsten und praktischsten Dingen in der Baby- und Kleinkindzeit für Mama, Papa und Kind.

Es befähigt die Eltern den Alltag heldenhaft zu bestreiten und dennoch nah beim Kind zu sein. Das Kind wiederum kann als Passagier aus sicherer Warte heraus die Welt entdecken und sich bei Bedarf in die wohlig warme Kajüte zurückziehen.

Da wir diesen Mehrwert im privaten Leben als auch im Trageberatungsgeschäft täglich erleben, bringen wir dich als Babytragen-Missionare gerne auf Kurs.

Im Folgenden erwarten dich konkrete Tipps und geballtes Wissen, die dich zum Babytragen-Kapitän*in machen!

Bist du bereits Babytragen-Matrose, liebäugelst mit einer Marke oder willst einfach nur mehr wissen, dann findest du hier weitere Tragethemen 👇

Diese Babytragen musst du kennen!

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Halfbuckle? Fullbuckle? Mei Tai? Onbu? Ich verstehe nur noch Bahnhof...

Keine Panik hier erklären wir dir alles, was du wissen musst, um das passende System für dich und dein Kind zu finden.

Fangen wir doch direkt mit den verschiedenen Tragesystemen an!

Welche Tragesysteme gibt es und was verbirgt sich hinter ihren Namen?

Fullbuckle: Das Wort "buckle" kommt aus dem Englischen und heißt übersetzt Schnalle. Fullbuckle bzw. auf deutsch Vollschnallen Babytragen müssen nicht gebunden werden und haben ausschließlich Schnallen zum Verschließen.

Halfbuckle: Diese Halbschnallen Babytragen haben nur eine Schnalle. Der Bauchgurt wird geklickt, die Träger werden gebunden.

Mei Tai: Babytrage ohne Schnallen. Sowohl Hüftgurt als auch Träger werden gebunden.

Onbuhimo: Auch schlicht Onbu genannt. Fullbuckle ohne Hüftgurt. Auch als Hybrid-Variante mit abnehmbarem Hüftgurt erhältlich -ein Beispiel hierfür ist die LIMAS Flex.

Komforttrage: Diese Tragen sind nur als Fullbuckle erhältlich. Das Rückenteil, bzw. der sog. Beutel, in dem das Kind sitzt, ist hier schon stark vorgeformt und nicht so weich und anschmiegsam wie bei Rückenteilen aus Tragetuchstoffen.

Tragetuch: Ein Tuch, das auf verschiedene Weisen gebunden werden kann.

Ringsling: Tuch mit zwei Ringen, vor allem für das seitliche Tragen auf der Hüfte geeignet.

Kraxe: Tragesystem ähnlich eines Trekkingrucksacks, das durch Zulademöglichkeit vor allem für längere Wanderungen geeignet ist.

Weil Komplexes leichter visuell zu verdauen ist, hilft dir folgende Infografik sicher weiter:

© herzenseltern: Überblick der populärsten Tragesysteme

Aus Trageberatungssicht zeigen wir dir nun im Folgenden für das jeweilige Tragesystem die Modelle, die wir aus Erfahrung uneingeschränkt empfehlen können 🤟

Außerdem zeigen wir dir die Vor- und Nachteile der Systeme auf, so dass du in der Lage bist deine perfekte Babytrage zu finden.

Unsere Babytragen Top-Picks je System

Unsere Top Fullbuckle Tragen:

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KOKADI Flip KOKADI Flip Babytrage Just Stone
LIMAS Flex LIMAS Flex Blossom Summer Gold
HOPPEDIZ Primeo HOPPEDIZ Primeo grenada creme
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Sehr schnelles Anlegen und keine Tuchbahnen bzw. langen Träger, die auf dem Boden hängen. Für viele, vor allem Männer, ist die Optik ansprechender. Für die Rückentrageweise oft die bequemste Variante.

Muss bei Trägerwechsel neu eingestellt werden (geht trotzdem noch schnell). Dies kann unkomfortabel in der Bedienbarkeit sein. Passt sich evtl. nicht ganz so gut ans Kind an. Die Träger können einschneiden.

🏆Die LIMAS Flex ist für uns der Sieger unter den Fullbuckle Tragen, insbesondere weil sie im Handumdrehen zur Onbu unbebaut werden kann. Desweiteren ist sie einfach super bequem und zudem schön anzuschauen!

Unsere Top Halfbuckle Tragen:

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KOKADI TaiTai KOKADI TaiTai Babytrage Just Stone
LIMAS Plus LIMAS Plus - Ginko Blackberry
HOPPEDIZ Hop-Tye HOPPEDIZ Mei Tai Hop-Tye amsterdam black
Didymos DidyKlick Didymos DidyKlick Jade
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Passt sich dem Kind sehr gut an, da sie ähnlich wie ein Tuch gestrafft wird, zudem muss sie bei Trägerwechseln nicht angepasst werden.

Die langen Tuchbahnen können als störend empfunden werden. Diese könnten - wenn man nicht aufpasst - beim An- und Ablegen schnell mal auf dem Boden hängen.

🏆 Die klassische LIMAS Babytrage ist für uns der klare Sieger unter den Halfbuckle Tragen.

Unsere Top Ring Slings:

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KOKADI RingSling KOKADI RingSling Heart2Heart stone
LIMAS Ring Sling LIMAS Ring Sling - Brombeer
HOPPEDIZ Ring Sling HOPPEDIZ Ring Sling Aberdeen
Didymos DidySling Didymos DidySling Prima Aurora
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Sehr schnelles An- und Ausziehen und sehr kleines Packmaß - Handtaschentrage oder Autotrage. Das Kind kann nach vorne gucken, da meist auf der Hüfte getragen wird.

Auf Dauer ggf unbequem, da einseitige Belastung.

🏆 Die KOKADI Ring Sling ist für uns der klare Sieger unter den Ring Slings.

Unsere Top Onbuhimos:

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KOKADI Onbu KOKADI Onbu Babytrage Just Stone
Umbaubar zur Onbu LIMAS Flex - Pava Cinnamon
Umbaubar zur Onbu LIMAS Flex Blossom Summer Gold
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Schnelles An- und Ausziehen und lässt sich klein zusammenfalten. Für Schwangere empfehlenswert, da es keinen Hüftgurt gibt.

Kann auf Dauer unbequem sein, da das gesamte Gewicht auf den Schultern lastet. Eventuell ist etwas Übung nötig, um das Kind in der Onbu auf den Rücken zu bekommen.

🏆 Die LIMAS Flex ist für uns der klare Sieger unter den Onbus. Sie ist zwar keine klassische Onbu, eher ist sie das Multitalent unter den Fullbuckle-Tragen und daher bei uns als zweifacher Sieger gekührt. Sie vereint Fullbuckle und Obnu und ist im Nullkommanix umgebaut.

Unsere Top Mei Tais:

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Hoppediz Hop-Tye Conversion Hoppediz Hop-Tye Conversion Timbuktu
Hoppediz Hop-Tye Conversion Hoppediz Hop-Tye Conversion Chicago
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Recht schnelles Anlegen. Muss bei Trägerwechseln nicht angepasst werden.

Muss oben und unten gebunden werden. Bänder können als störend empfunden werden und können auf dem Boden herumhängen. Der Knoten kann drücken.

🏆 Die KOKADI Wraptai ist für uns der klare Sieger unter den Mei Tais.

Unsere Top Komforttragen:

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Ergobaby Original Ergobaby Babytrage Original Marine
Manduca XT Manduca Babytrage XT Cotton
Ergobaby Adapt Ergobaby Babytrage Adapt Cool Air Mesh
Manduca First Babytrage Manduca First
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Schnell und einfach angelegt. Für Bauch- und Rückentrageweise geeignet. Es hängt nichts am Boden.

Kein querelastischer Tragetuchstoff, dadurch weniger anschmiegsamer an den kindlichen Rücken.

🏆 Die Ergobaby Original ist für uns der klare Sieger unter den Konforttragen.

Unsere Top Kraxen:

Wandertrage, bei der Zuladung möglich ist. Es wird viel Gewicht auf der Hüfte getragen. Belüftung am Rücken. Das Kind sitzt sehr hoch und kann daher gut schauen.

Kein optimaler Sitz für das Kind und zu groß für den alltäglichen Gebrauch.

Welche Kriterien fallen bei Wahl der Tragehilfe ins Gewicht?

Deine Vorlieben

Für welche Tragehilfe du dich schließlich entscheidest hängt ganz von deinen Vorlieben ab. Hier sind ein paar Kriterien, an denen du dich orientieren kannst:

Je nach Vorliebe kannst du mit Hilfe des Tragesystem-Überblicks bzw. der Infografik die passende Tragehilfe wählen.

Die Trageposition

Neben den zuvor genannten Punkten, kann die gewünschte Trageposition die Richtung deiner Entscheidung beeinflussen. Wie? Das erfährst du hier an Ort und Stelle, indem wir auf die einzelnen Positionen eingehen und mit Postitiv- bzw. Negativbeispielen unterlegen.

Vor dem Bauch

Die meisten Trageeltern beginnen mit der Bauchtrageposition. Sie ist einfach zu erlernen und für den Anfang die schönste Art zu tragen.

Man hat das Kind im Blick, merkt direkt wenn es einschläft und kann dann den Kopf bequem stabilisieren. Auch die Kommunikation mit dem Kind ist zunächst deutlich leichter.

Onbu, Ring Sling und Kraxe fallen bei der Bauchtrageweise leider als Option raus.

Auf der Hüfte

Auch auf der Hüfte kann ab der Geburt getragen werden.

Eine Ring Sling Trage ist für das Tragen auf der Hüfte perfekt geeignet.

Diese Art zu tragen wird insbesondere interessant, wenn das Kind wacher und aufmerksamer wird und stets nach vorne schauen möchte. Dann ist dies eine gute Möglichkeit es das tun zu lassen und dennoch in einer gesunden Art und Weise zu tragen.

Diese Trageweise ist wie die Bauchtrageweise sehr leicht zu erlernen. Der Nachteil daran ist eine einseitige Belastung für die Eltern beim Tragen.

Auf dem Rücken

Die Rückentrageweise erfordert ein bisschen mehr Können, aber nach ein bisschen Übung werden Eltern und Kind auch darin schnell sicher.

Das Tragen auf dem Rücken gelingt im Grunde mit allen Tragesystemen.

Prinzipiell ist es auch ab der Geburt möglich auf dem Rücken zu tragen. Vor allem Mehrfacheltern tragen schneller auf dem Rücken, damit sie die Hände für die anderen Kinder frei haben. Bei Säuglingen muss hierbei muss aber gut auf den Kopf geachtet werden, da diese noch keine ausreichende Kopfkontrolle haben. Je älter und größer die Kinder sind, desto einfacher wird es aber.

Ab ca. einem Gewicht von 10 kg wird allgemein empfohlen die Kinder vermehrt auf dem Rücken zu tragen, da das steigende Gewicht zunehmend den Beckenboden belastet.

Das Material

Wenn es um das Material geht, geht es meist um die Frage: Tragetuchstoff oder fester Stoff?

Grundsätzlich kannst du dir folgendes hierzu merken:

Babytragen, die aus Tuchstoffen - also querelastisch gewebten Tüchern - bestehen passen sich optimal ans Kind an und haben hierdurch einen kleinen Vorsprung gegenüber Komforttragen aus festerem Stoff. Einer der Gründe, weshalb wir diese bevorzugt empfehlen.

Erfüllt die Babytrage aber die Grundregeln des gesunden Tragens, sollte das Material eine untergeordnete Rolle spielen.

Wichtiger ist die Wahl der richtige Größe.

Größe

Viele Hersteller unterscheiden meist 2 oder 3 Größen, für die sie jeweils suggerierende Namen wie Babysize, Toddlersize, XL, Plus oder Preschooler verwenden.

Diese beziehen sich in der Regel auf den Entwicklungsstand und das Gewicht des Kindes - Wie beispielhaft in folgender Tabelle zu sehen ist.

Größe der Tragehilfe 🏋️‍♂️ Gewicht Alter
Babysize bis ca. 15 kg 0 - 1
Toddlersize bis ca. 20 kg 1 - 2
XL/Preeschooler bis ca. 30 kg 2+

Aber das Gewicht und das Alter sind nicht alles, wonach der Wind weht.

☝️ Meist ist die Größe des Kindes ausschlaggebend. Vor allem ist die Stegbreite wichtig, denn diese ist mit einer gewissen Körpergröße des Kindes ausgereizt.

Wenngleich Gewichtsangaben und Alter als erste Orientierung dienen, würden wir aus eben genanntem Grund vorrangig die Größe des Kindes als Maß der Dinge ansehen.

Falls du es noch nicht wusstest, sei an dieser Stelle erwähnt, dass die Körpergröße des Kindes Deckungsgleich mit den Angaben der Kleidergrößen ist.

Um es deutlich zu machen gibt es auch hierfür eine beispielhafte Einordnung in Tabellenform.

Größe der Tragehilfe 👕 Kleidergröße Kind
Babysize bis 80
Toddlersize bis 98
XL/Preeschooler ab 92

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass neben dem Steg auch das Rückenteil zu berücksichtigen ist. Dies gilt insbesondere für Babys und kleine Kinder ohne ausreichende Nacken- bzw. Körperstabilität. Hier sollte das Rückenteil mindestens bis über den Hinterkopf reichen.

Mit der körperlichen Entwicklung der Kinder nimmt die Bedeutung des Rückenteils bei der Größenwahl jedoch ab, da die Kinder, je älter sie werden, meist ihre Arme draußen haben möchten.

Das Rückenteil wird dann zwar immer knapper, das macht aber unter der nun vorhanden Körperstabilität und dem eben genannten Gesichtspunkt nichts.


Schwenken wir abschließend gedanklich um zu den Tragetüchern. Hier sieht es etwas anders aus. Und zwar ist hier die Wahl des Materials bzw. der Art des Tragetuchs vorrangig.

Welches Tragetuch? Wie lange nutzbar?
klassisches Tragetuch bis zum Ende der Tragezeit
elastisches Tragetuch bis ca. 8 - 10 kg

Es ist durchaus kein Problem mit einem guten Tuch bis zum Ende der Tragezeit zu kommen.

Bis zum Ende der Tragezeit heißt hier konkret: so lange die Angelegenheit für den Tragenden bequem und noch tragbar ist 🥁 * ba dum tsss*.

Bei den elastischen Tragetüchern wird es vielen Eltern ab dem oben genannten Gewicht zu unbequem und/oder die Kinder sacken mit der Zeit ab.

Da wir das Tragetuch nun bereits kurz angerissen haben und es eine echte Alternative zur Babytrage darstellt, zeigen wir dir im Folgenen die wesentlichen Unterschiede in aller Kürze auf.

Wie unterscheiden sich Babytrage und Tragetuch - was ist besser für mich?

Eine Babytrage ist einfacher und schneller anzulegen und nahezu narrensicher zu tragen.

Ein Tragetuch hingegen ist variabler und passt sich dem Kind als auch dem Träger noch besser an. Es wird jedoch aufwendiger gebunden und das muss geübt werden. Doch ganz egal, ob Babytrage oder Tragetuch, mit beidem kann eine tolle Tragezeit verbracht werden.

Die Vorteile von Babytrage und Tragetuch lassen sich im Grunde wie folg zusammenfassen👇

Vorteile Babytrage

Einfache Handhabung, und kein aufwendiges Binden. Bei einer Fullbuckle schleift nichts auf dem Boden.

Verschiedene Tragen mit Bauch- bzw. Hüftgurten entlasten die Schultern.

Sehr schnelles Anlegen.

Vorteile Tragetuch

Geeignet für alle Altersstufen und bei klassischen, nicht-elastischen Tüchern bis zum Ende der Tragezeit. Das Tuch wächst stufenlos mit und ist sehr variabel.

Positionen vorne, auf dem Rücken und auf der Hüfte möglich.

Gute Gewichtsverteilung, da sich das Tuch passgenau an den Tragenden sowie an das Baby angeschmiegt. Daher vor allem für sehr kleine und leichte Babys die beste Art zu tragen.

Wenn du tiefer in das Thema Tragetuch eintauchen möchtest, findest du gleich hier die Gelegenheit dazu:

Wenn du es bis hier hin geschafft hast, bist du mit mit Sicherheit interessiert.

Um deinem Wissenshunger gerecht zu werden, wollen wir dir alles geben - daher folgt hier geballtes Babytragewissen für alle wissbegierigen Trage-Novizen.

Geballtes Tragewissen für den mühelosen Start ins Trageleben

Checkliste: Grundregeln des gesunden Tragen

Egal für welche Art des Tragens du dich entscheidest, folgende Punkte sollten gewährleistet sein 👇

Konkret zu empfehlen sind grundsätzlich alle Tragen:

Vor und nach der Geburt

Häufig wird angefragt, wie es rund um die Geburt mit dem Tragen in der Babytrage aussieht, daher gehen wir hier kurz darauf ein und zwar unterteilt in vor- und nach der Geburt, im Wochenbett und beim Kaiserschnitt.

Vor der Geburt:

Bei einer komplikationslosen Schwangerschaft spricht nichts gegen das Tragen des künftigen Geschwisterkindes bis zur Geburt. Das gilt, sofern du dich fit genug fühlst und die Belastung dir nichts aus macht. In diesem Fall bietet sich eine Onbu an, da kein Gurt am Bauch vorhanden ist, der drücken bzw. stören könnte.

Auch ein Tragetuch bietet sich für das Tragen mit einer bereits vorhandenen Babykugel an. Es gibt spezielle Bindeweisen, die gewährleisten, dass nichts am Bauch drückt.

Nach der Geburt:

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt deines Babys 🎉 . Nun kannst du endlich mit dem Tragen beginnen!

Vor allem Frühgeborene profitieren vom Getragenwerden. Sie haben oftmals noch starke Defizite im kinästhetischen Bereich - salopp, der Körperwahrnehmung -, da ihnen einige Wochen des Getragenwerdens im Mutterleib fehlen.

Aber auch später ist ein Trage-Einstieg möglich. Es wird zwar etwas schwieriger mit dem Tragen zu starten, wenn die Kinder mit ca. 5-6 Monaten mobiler werden und der Bewegungsdrang hoch ist, aber es ist sicher kein Hindernis.

Es kann vorkommen, dass manche Babys von Geburt an leider nicht in einer Tragehilfe getragen werden wollen. Gegebenenfalls kann dies durch einen Ostheopath geklärt werden.

Es kann natürlich auch vorkommen, dass es auch schlicht ein schlechter Zeitpunkt ist, um zu Tragen, z.B. wenn die Kleinen gerade aufs Klo müssen.

Ein weiterer Grund könnte jedoch auch sein, wenn der Tragende nicht nach sich selbst riecht und z.B.zu stark parfümiert ist oder nach Rauch riecht. Für das Baby ist das extrem und nicht angenehm.

Bei Unsicherheit:

Auch möglich: Beim allerersten Tragen - eurer Tragepremiere sozusagen - kann der tragende Elternteil durch eigene Unsicherheit gestresst sein und überträgt die Stimmung auf das Kind. Hier heißt es: Ruhe bewahren und dran bleiben. Denn Übung macht bekanntlich den Meister.

Soviel zum Baby. Nun geht es um dich als frisch gewordene Mama:


Im Wochenbett:

Im gesamten Wochenbett - 6 Wochen - und besser noch darüber hinaus, solltest du maximal das Gewicht deines neugeborenen Babys tragen, um deinen Beckenboden zu schonen.

Die größeren Geschwister sollten in dieser Zeit am Besten gar nicht getragen werden.

Wenn dies allerdings nicht anders möglich ist, trage diese bitte nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich☝️

Bei Beckenbodenproblemen:

Hier ist generell eine Rücksprache mit dem Frauenarzt unbedingt zu empfehlen!

Bist du betroffen, dann solltest du dein Baby auf jeden Fall in einer bequemen und ergonomischen Tragehilfe tragen, statt auf dem Arm.

Als Trageberatung empfehle ich dann außerdem, das Baby weit oben, höher als Kopf-Kuss-Höhe, sehr dicht am Körper und so bald wie möglich auf dem Rücken zu tragen.

Insgesamt sollte sich bei Beckenbodenproblemen die Tragezeit aber auf ein Minimum begrenzen.

Lass den Papa das Baby tragen, wenn dies möglich ist.

Beim Kaiserschnitt:

Betrachten wir zuletzt den Kaiserschnitt? Keine Sorge. Auch hier kannst du dein Baby tragen, sobald du dich fit genug fühlst. Je nach Schmerzen an der Narbe, muss die Tragehilfe gut ausgesucht werden und eher weiter oben angelegt werden, sodass der Bauchgurt nicht drückt.

Mehr zum Thema Tragen ab der Geburt findest du in unserem Beitrag im Hoppediz Blog.

Früh zu beginnen in der Babytrage zu tragen ist auf jeden Fall eine gute Idee.

Das untermauern auch folgende Vorteile, die zwangsläufig damit einhergehen.

Auf diese Vorteile kannst du dich freuen, wenn du dich dazu entschließt dein Baby in einer Babytrage zu tragen

  1. Nähe schafft Bindung ❤️ Das Baby kann die innige Nähe zu Mama und/oder Papa genießen. Dies vermittelt ihm Geborgenheit und es fühlt sich sicher.
  2. Vor allem Vätern hilft die körperliche Nähe eine gute Bindung zum Baby aufzubauen und gleichzeitig „was tun zu können“, ohne sich stark eingeschränkt zu fühlen. Oftmals tragen sie das Baby nach der Geburt so lange bis die Mutter sich ausreichend erholt hat.
  3. Die Tragenden können die Bedürfnisse des Babys leichter wahrnehmen und unmittelbar reagieren.
  4. Die körperliche und seelische Entwicklung wird gefördert: Z.B. ist der Abstand beim Tragen optimal für das Baby, um das scharfe Sehen zu üben; Es hört bekannte Geräusche: Der Herzschlag ist zu hören. Das beruhigt und fördert den Hörsinn; Riechen: Durch die körperliche Nähe, wird der Riechsinn angeregt, außerdem fördert der Hautkontakt den Fühlsinn; Durch die stete Auf-Und-Ab-Bewegung wird der Gleichgewichts-Lage und Bewegungssinn gefördert; Zuletzt wird die motorische Entwicklung gefördert, da der Kopf früher durch das Kind selbst stabilisiert werden muss und Muskeln durch ausgleichende Bewegungen trainiert werden.
  5. Eltern können aktiv, flexibel und mobil sein. Der Haushalt kann mit Baby erledigt werden und leichte sportliche Betätigung ist möglich. Außerdem werden Kinderwagenhindernisse wie Treppen, Menschenmassen und enge Gänge durch das Tragen leicht umgangen und stellen kein Problem mehr dar. Der Alltag mit den Geschwistern kann weiter gehen, so sind Spielplatzausflüge mit Baby in der Trage ohne Weiteres möglich.
  6. Das Baby ist stets mittendrin, nimmt am Alltag Teil, wird aber gleichzeitig nicht von den Eindrücken überfordert, da es selbstbestimmt entscheiden kann, wann es sich zu- oder abwendet.
  7. Anatomie der Wirbelsäule und Hüfte: Der Körperbau eines Babys ist zunächst nicht für das aufrechte Gehen ausgelegt. Becken, Beine und Wirbelsäule sind in Funktion und Ausprägung an das Getragenwerden angepasst. Die Wirbelsäule ist leicht gerundet und bekommt erst durch das eigenständige Kopfheben und Krabbeln die Halslordose - die normale Biegung der Wirbelsäule. Mit der Entwicklung der Pomuskulatur durch das Krabbeln und das spätere Laufen entwickelt sich die Lendenlordose und somit die doppelte S-Form der Wirbelsäule, welche sich schließlich in der Pubertät vollständig entwickelt. Säuglinge kommen mit einer unreifen Hüfte auf die Welt, mal mehr mal weniger (bei starker Unreife besteht sogar eine Hüftdysplasie). Wenn die Beinchen stark angehockt und leicht gespreizt sind („Anhock-Spreiz-Haltung“), fügt sich der Oberschenkelkopf optimal in die Hüftpfanne ein. Diese Haltung nehmen Kinder automatisch an, wenn sie auf der Hüfte getragen werden. Bei jedem Schritt des Tragenden übertragen sich auch Bewegungsreize auf die Hüftgelenke des Kindes. Hierdurch kann sich die Hüfte wesentlich besser entwickeln als bei Fixierung. Ebenso fördert das Tragen die gesunde Entwicklung der noch knorpeligen Hüftgelenkstruktur und wirkt somit einer Hüftdysplasieprophylaxe - einer Fehlbildung der Hüftgelenkpfanne - entgegen.

Weitere Informationen über die positiven Eigenschaften des frühkindlichen Tragens bietet Initiative Frühe Kindheit. Außerdem werden auch wichtige Themen wie Bindung, Geburt und Stillen behandelt.


Nun bist du am Ende unseres kleinen Wissens-Exkurs angekommen 👏

Wir hoffen, du bist ein wenig schlauer, konntest etwas für dich mitnehmen und hast bezüglich des Tragens weniger offenen Fragen.

Viel bleibt an dieser Stelle nicht mehr zu sagen, außer ein paar letze Worte und dass wir dir eine wunderschöne Tragezeit wünschen.


Abschlussbemerkung

Tragen ist eine schöne Sache und kommt sowohl Eltern als auch Kindern zugute - das erleben wir Tag für Tag.

Doch das heißt nicht, dass du dein Kind rund um die Uhr tragen musst. Wenn dein Kind zufrieden im Kinderwagen liegt, spricht absolut nichts dagegen es darin spazieren zu fahren.

Meist ist aber eine Kombination aus beidem für viele Eltern das Schönste und Unkomplizierteste.

Mit einer guten Babytrage im Gepäck, bist du auf jeden Fall für den Alltag gerüstet.

[1] Renz-Polster, H. (2016). Menschenkinder: Artgerechte Erziehung–was unser Nachwuchs wirklich braucht. Kösel-Verlag.

[2] Kavruk, H. (2010). Der Einfluss des Tragens von Säuglingen und Kleinkindern in Tragehilfen auf die Entwicklung von Haltungsschäden im Schulkindalter: Untersuchungen mit der MediMouse (Doctoral dissertation).

[3] Fettweis, E. (2010). Über das Tragen von Babys und Kleinkindern in Tüchern oder Tragehilfen. Orthopädische Praxis, 46(2), 53-58.

[4] Stening, W., Nitsch, P., Wassmer, G., & Roth, B. (2002). Cardiorespiratory stability of premature and term infants carried in infant slings. Pediatrics, 110(5), 879-883.

[5] Anisfeld, E., Casper, V., Nozyce, M., & Cunningham, N. (1990). Does infant carrying promote attachment? An experimental study of the effects of increased physical contact on the development of attachment. Child development, 61(5), 1617-1627.

[6] Hunziker, U. A., & Barr, R. G. (1986). Increased carrying reduces infant crying: a randomized controlled trial. Pediatrics, 77(5), 641-648.

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